Nachrichten und Journalismus Lehrer Marcos Tadeu Cardoso
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sábado, 15 de novembro de 2014
Future
BoerseGo Finanzglossar – Mo., 22. Apr 2013 15:37 MESZ
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Futures gehören zu den Terminkontraktenund werden an Terminbörsen gehandelt. Käufer und Verkäufer verpflichten sich, einen bestimmten Basiswert zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft und einem festgelegten Preis zu handeln. Im Gegensatz zu Optionen, bei denen der Käufer das Recht, nicht aber die Pflicht zur Ausübung der Option hat, besteht bei einem Future für den Käufer die Pflicht zum Bezug des Basiswerts. Ebenso hat der Verkäufer die Pflicht, den Basiswert zu liefern. In der Regel werden Future-Kontrakte allerdings nicht durch die tatsächliche Lieferung des Basiswerts, sondern per Barausgleich (Cash-Settlement) ausgeglichen.
Basiswerte von Futures können unter anderem Aktien, Devisen, Indizes, Anleihen und Rohstoffe sein. Der Handel mit Futures kann zu Spekulations-, aber auch zu Absicherungszwecken (Hedging) erfolgen. Beispielsweise können Farmer durch den Verkauf ihrer Waren auf Terminmärkten bereits vor der Ernte einen festen Preis für den Verkauf ihrer Waren sicherstellen. Dadurch erhöht sich ihre Planungssicherheit. Andererseits können Spekulanten auf kurz- bis mittelfristige Kursveränderungen bei einem Basiswert spekulieren.
Future-Kontrakte sind sehr stark standardisiert. Die Details des jeweiligen Vertrages (der als Kontrakt bezeichnet wird) wie Fälligkeitszeitpunkt u.ä. können nicht frei festgelegt werden, sondern werden von der Börse vorgegeben. Das unterscheidet Futures von sogenannten Financial Forwards, bei denen die Details frei zwischen den Vertragspartnern vereinbart werden. Meistens werden für einen Basiswert verschiedene Future-Kontrakte mit unterschiedlichen Verfallsterminen gehandelt.
Um Futures handeln zu können, benötigen Anleger ein sogenanntes Marginkonto. Dabei handelt es sich um ein spezielles Konto, auf dem die Sicherheitsleistungen für die eingegangenen Terminkontrakte hinterlegt werden. Der Anleger muss allerdings immer nur einen Bruchteil der tatsächlichen Anlagesumme als Marge hinterlegen. Dadurch kommt der Hebeleffekt zustande. Wenn die hinterlegte Marge für die gehaltenen Positionen nicht mehr ausreicht, werden die Positionen entweder automatisch geschlossen oder es kommt zum sogenannten Margin Call, bei dem der Anleger aufgefordert wird, weiteres Geld nachzuschießen (siehe Margin Call). Futures sind wegen der hohen Volumina und dem potenziell unbegrenzten Verlustrisiko in der Regel für Privatanleger nicht geeignet.
Fundamentalanalyse
BoerseGo Finanzglossar – Mo., 22. Apr 2013 15:36 MESZ
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Die Fundamentalanalyse (oder Fundamentale Analyse) umfasst die Analyse und Bewertung von Aktien und Unternehmen nach fundamentalen betriebswirtschaftlichen und ökonomischen Gesichtspunkten. Dabei werden sowohl unternehmensinterne als auch gesamtwirtschaftliche Faktoren berücksichtigt. Eine wichtige Rolle spielt die Auswertung der Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens sowie der Bilanz. Ziel der Fundamentalanalyse ist es, den fundamental gerechtfertigten Wert eines Wertpapiers (meist einer Aktie) zu bestimmen.
Eine wichtige Rolle in der Fundamentalanalyse spielen Kennzahlen, die aus der Bilanz und dem aktuellen Kurs berechnet werden. So erlaubt das Kurs-Gewinn-Verhältnis beispielsweise Aussagen darüber, ob eine Aktie in Bezug auf ihr Ertragsniveau niedrig, durchschnittlich oder überdurchschnittlich bewertet ist. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis wird berechnet, in dem der Kurs einer Aktie durch den Gewinn je Aktie auf Jahressicht dividiert wird. Ein (im Branchenvergleich überdurchschnittlich) niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis bedeutet, dass der Börsenkurs der Aktie im Vergleich zu ihrem Ertragsniveau aktuell sehr niedrig ist und sich ein Einstieg daher lohnen könnte.
Erzielt ein Unternehmen A in einem Geschäftsjahr beispielsweise einen Gewinn je Aktie von 5 Euro, und kostet die Aktie 50 Euro, so beträgt das KGV 10. Ein Unternehmen B, dessen Aktienkurs aktuell bei 40 Euro notiert und das ebenfalls einen Gewinn von 5 Euro erwirtschaftet, hat hingegen nur ein KGV von 8. Aktie B ist also in Bezug auf die zugrunde liegenden Unternehmensgewinne günstiger als Aktie A. Dies liegt möglicherweise daran, dass die Anleger bei Unternehmen B mit einem geringeren Gewinnwachstum rechnen als bei Unternehmen A.
Dachfonds
BoerseGo Finanzglossar – Mo., 22. Apr 2013 10:10 MESZ
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Als Dachfonds (engl. Fund of Funds) wird ein Fonds bezeichnet, der überwiegend in andere Fonds investiert. Die Fonds, in die ein Dachfonds investiert, werden auch als Zielfonds bezeichnet. Ein Dachfonds investiert also in erster Linie nicht direkt in Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder in Immobilien, sondern in andere Fonds, die in diese Anlageklassen investieren.
Mit Dachfonds kann eine weitere Diversifikation als mit normalen Fonds erreicht werden. Häufig konzentrieren sich Dachfonds auf die besten Fonds eines Segments, was positive Auswirkungen auf die vom Anleger erzielte Rendite haben kann. Nachteilig sind aber die zusätzlichen Gebühren, die auf der Ebene des Dachfonds (zusätzlich zu den Gebühren bei den individuellen Fonds) anfallen.
Wie bei normalen Fonds gibt es auch Dachfonds mit unterschiedlichen Anlageschwerpunkten. So existieren beispielsweise Dachfonds, die ausschließlich in Aktienfonds oder nur in Rentenfonds investieren, aber auch Dachfonds, die Anteile von Fonds mit unterschiedlichen Anlageschwerpunkten erwerben.
Fremdkapital
BoerseGo Finanzglossar – Mo., 22. Apr 2013 15:34 MESZ
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Das Fremdkapital umfasst im weitesten Sinne sämtliche Schulden eines Unternehmens. Zum Fremdkapital zählt der Teil des Kapitals, der nicht von den Inhabern des Unternehmens in Form von Eigenkapital bereitgestellt wurde und der nicht vom Unternehmen selbst erwirtschaftet wurde.
Wichtigster Teil des Fremdkapitals sind die Verbindlichkeiten. Dabei handelt es sich beispielsweise um Bankkredite und um Schulden gegenüber Lieferanten. Gegliedert werden die Verbindlichkeiten nach Herkunft und Fristigkeit. Die ebenfalls zum Fremdkapital zählenden Rückstellungen umfassen vorausschauend gebuchte Posten für später fällig werdende Verbindlichkeiten wie Steuerforderungen des Finanzamtes. Daneben gehören auch passive Rechnungsabgrenzungsposten, die Vorauszahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen umfassen, zum Fremdkapital.
Das Fremdkapital gehört zu den Passiva und wird deshalb auf der rechten Seite der Bilanz ausgewiesen. Seine Funktion, wie auch die des Eigenkapitals, ist die Finanzierung des auf der linken Seite der Bilanz ausgewiesenen Unternehmensvermögens. Eigenkapital und Fremdkapital ergeben zusammen die Bilanzsumme.
Dividiert man das Fremdkapital durch das Gesamtkapital, das der Bilanzsumme entspricht, so erhält man die Fremdkapitalquote. Sie gibt an, welcher Anteil des Unternehmensvermögens durch Fremdkapital finanziert ist. Eigenkapitalquote und Fremdkapitalquote ergeben zusammen immer 100 Prozent.
Freiverkehr
BoerseGo Finanzglossar – Mo., 22. Apr 2013 15:32 MESZ
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Der Freiverkehr ist ein bestimmtes Handelssegment an Wertpapierbörsen, das sich vor allem dadurch auszeichnet, dass es nur wenigen Regulierungsvorschriften unterliegt. Der Freiverkehr stellt in Deutschland rechtlich gesehen keinen organisierten Markt dar. Im Freiverkehr werden nur Wertpapiere gehandelt, die im sogenannten Regulierten Markt der jeweiligen Börse nicht zugelassen sind.
Im Freiverkehr sind die Bedingungen, die für die Einbeziehung eines Wertpapiers gegeben sein müssen, deutlich leichter zu erfüllen als im Regulierten Markt. Für Unternehmen, deren Wertpapiere im Freiverkehr gehandelt werden, entstehen außerdem keine Folgepflichten. Emittenten, deren Wertpapiere im Freiverkehr gelistet sind, müssen keinen Börsenzulassungsprospekt und keine Ad-hoc-Meldungen veröffentlichen. Sie unterliegen also nicht der sogenannten Publizitätspflicht.
Die Regeln für den Freiverkehr werden von den jeweiligen Börsen selbst und nicht gesetzlich festgelegt. Die Kursstellung erfolgt durch freie Kursmakler. An der Frankfurter Wertpapierbörse und im Xetra-Handel wird der Freiverkehr als Open Market bezeichnet. In diesem Marktsegment werden in- und ausländische Aktien, Anleihen, Zertifikate und Optionsscheine gehandelt. Insgesamt sind Aktien aus mehr als 60 Ländern im Open Market der Frankfurter Börse gelistet. Ein Segment des Open Markets, das sogenannte "First Quoation Board", wurde im Dezmeber 2012 geschlossen. Hier tummelten sich viele zwielichtige ausländische Unternehmen. Im Open Market können nun nur noch Aktien gehandelt werden, deren Primärlisting an einer anderen Börse bereits erfolgt ist ("Second Quotation Board").
Forderungen
BoerseGo Finanzglossar – Mo., 22. Apr 2013 15:31 MESZ
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Forderungen sind in der Bilanz eines Unternehmens Zahlungs- oder sonstige Leistungsansprüche gegenüber einem Vertragspartner, in der Regel für erbrachte Lieferungen oder Leistungen. Forderungen sind damit Vermögenswerte und können unter anderem auch gehandelt werden. Forderungen resultieren aus dem Abschluss eines Vertrages und entstehen, wenn der Vertragspartner seine Verbindlichkeiten aus einer empfangenen Lieferung oder Leistung nicht sofort begleicht. Forderungen werden in der Bilanz zu den kurzfristigen Vermögenswerten und damit dem Umlaufvermögen gezählt.
Fondsmanager
BoerseGo Finanzglossar – Mo., 22. Apr 2013 15:29 MESZ
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Ein Fondsmanager betreut im Auftrag einer Fondsgesellschaft einen oder mehrere aktive Investmentfonds und trifft für diese Anlageentscheidungen. Der Fondsmanager entscheidet also über den Kauf und Verkauf von Wertpapieren, zum Beispiel auf Basis eigener oder fremder Analysen (siehe Aktienanalyse). Dabei muss der Fondsmanager auch verschiedene gesetzliche Bestimmungen beachten. Fondsmanager werden von der jeweiligen Kapitalanlagegesellschaft (KAG) angestellt und arbeiten unabhängig von der Depotbank, die das Fondsvermögen verwahrt.
Der Fondsmanager verfolgt in der Regel das Ziel, im Rahmen eines vorgegebenen Risikoprofils eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften. Die Leistung von Fondsmanagern wird anhand eines Benchmarks gemessen. Fondsmanager, die über einen längeren Zeitraum eine besonders gute Performance vorweisen können, sind in der Branche sehr gefragt. Meistens ist in der Realität nicht ein einzelner Fondsmanager, sondern ein ganzes Team für die Anlageentscheidungen eines Fonds verantwortlich.
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